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08/28/2006
KIELER NACHRICHTEN
Autor: Carsten Purfürst
Griff in die Schatz- statt in die Mottenkiste
Kiel - Der Rock'n'Roll der Fifties hat seine eigene Qualität, besticht aber
nicht gerade durch Variationsvielfalt. Warum auch: Hier dominieren
non-stylish weiße Unterhemden und das ewige, dem Blues angelehnte
Drei-Akkorde-Schema. Ein Klassiker, der funktioniert hat und immer wieder
funktionieren wird für diese eigene Welt der Retro-Klientel zwischen Elvis-Romantik
und Brando-Revolution. Slick Fitty liefern das Klischee dazu und zwar par
excellence und in der Pumpe. / Musste die Tour des Fünfers aus Albany im US-Bundesstaat
New York im Vorjahr noch krankheitsbedingt ausfallen, präsentieren sich
Crazy Joe Domingo und seine Jungs bei ihrem jetzigen kurzen
Deutschlandbesuch umso spielfreudiger. Neben eigenen Songs wie Wild Cherry
oder Johnny Meow aus dem Album Where The Chrome Shines Bright gibt es
Coverversionen von Johnny Cash bis zu Ray Charles' Mess Around, eine Perle
aus dem Jahr 1953, die durch Slick Fitty zu neuen Ehren gelangt, was beim
Vermächtnis dieses Übervaters nicht so ganz einfach ist. Doch Slick Fitty
nehmen die Herausforderung an und zirkeln mit Bravour zwischen Authentizität
und eigenem Charme. Leadgitarrist Scotty Mac liefert sich mit Saxophonist
J-Man ein Duell nach dem anderen, um in entscheidenden Passagen das Thema
zusammenzuführen, während Schlagzeuger Mickey King mit Bassmann "Bri Bri
Two" Hammers eine rumpelnd groovende Bank bildet, die die Eskapaden der
Solo-Akteure sicher grundiert. / Das Equipment spricht für sich und
verzichtet in jeglicher Hinsicht auf hoch technisierte Spielereien und
artverwandte Irritation. Slick Fitty besinnen sich auf das Grundanliegen
ihrer Passion, müssen sich in technischer Hinsicht nicht verstecken, und das
ist natürlich irgendwie sympathisch und überzeugt auch jene, die mit einer
gewissen Skepsis die nach 45 Minuten einberaumte und mit 35 Minuten dann
viel zu lange Pause überstanden haben. Nun zünden Instrumentals wieder
ebenso zielsicher wie in der ersten Hälfte, werden klassische Rock'n'Roll-Songs
abgefeuert. Rockabilly und Swing sind weitere Zutaten dieses hochexplosiven
Musikcocktails. / Dass Slick Fitty kein Retro-Spektakel liefern, sondern den
Fifties-Rock'n'Roll als Lebenseinstellung präsentieren, bewahrt sie vor dem
Witzfiguren-Status und lässt das Qualitätsbarometer merklich steigen. Eine
Band, die seit drei Jahren zusammen spielt und dabei wirkt, als hätten die
Mitglieder in ihrem Leben nie etwas anderes gemacht. Slick Fitty sind eine
Zierde ihrer Zunft und schaffen in der Fördestadt mit diesem zweistündigen
Konzert eine beeindruckende Punktlandung.
07/22/2004
Local weekly, The Metroland, recently called us the best exported band in capital-land.
Here is the text:
Best Band (Exported)
Slick Fitty
It’s said that, in this business of music,
you have to go where the work is. For rockabilly revivalists Slick Fitty, that means regular trips overseas—to Germany,
to be specific. We’re not sure whether they’re getting a sweet money deal or if they’re just über-fond
of wheat beer and bratwurst, but our rockabilly boys have been spending an awful lot of time over there this year—in
fact, they’re currently in the midst of their second six-week German tour in six months—and we’re right
proud of them. Wir gratulieren, boys!